Feierlicher Gottesdienst zu Ehren des heiligen Laurentius

Zum 40 jährigen Gründungsjubiläum des „Clubs der Köche Donau Ries“ versammelten sich mehrere Köche, Vorstandsmitglieder, Mitglieder und interessierte Gäste zum gemeinsamen Dankgottesdienst in der Wemdinger Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Als Datum wurde der 10. August gewählt, der Gedenktag des heiligen Laurentius, des Schutzpatrons der Wirte, Köche, Konditoren und Bierbrauer.

2. Vorsitzender Sepp Meyer trug eine Lesung  aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther mit dem Titel „Gott liebt einen fröhlichen Geber“ vor.

Den Dank- und Festgottesdienst hielt Monsignore Herbert Lang. Er beglückwünschte alle Mitglieder zum Gründungsjubiläum und sagte, dass der Club der Köche zu einer Einrichtung geworden sei, der man im Landkreis große Beachtung schenke. Wörtlich sagte er: „Der Club der Köche hat nicht nur durch eine gute Werbung, sondern auch durch das, was die Mitglieder Tag für Tag leisten und auf den Weg bringen, auf sich aufmerksam gemacht.“

Herbert Lang erinnerte in seiner Ansprache besonders an den Schutzpatron der Köche, den heiligen Laurentius. Man kenne ihn auch unter dem Namen St. Lorenz. Die bekannte und berühmte Kirche St. Lorenz in Nürnberg trage seinen Namen. Der wohl aus Spanien stammende Laurentius war im 3. Jahrhundert in Rom Diakon an der Seite des Papstes Sixtus II. Er verteilte und verschenkte die Kirchengüter in Rom an die Bedürftigen und Armen. Er wurde verhaftet und zum Tode verurteilt und nach der Überlieferung am 10. August 258 auf einem glühenden Rost gemartert. Über seinem Grab erhebt sich in Rom die Basilika St. Lorenzo fuori le mura. Sie zählt zu den sieben Hauptkirchen der ewigen Stadt.

Nach dem Sieg des Heeres von Kaiser Otto I. und Bischof Ulrich über die Ungarn am 10. August 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg erlebte die Verehrung des hl. Laurentius in Deutschland einen riesigen Aufschwung.

Msgr. Lang sprach den Köchen großes Lob aus. Die Wirte und Köche begegneten im Laufe eines Jahres vielen Menschen bei verschiedenen Anlässen. Die Leute seien heute anspruchsvoller als früher. Sie erwarteten eine gute Küche und eine angenehme Atmosphäre. Das erfordere großen persönlichen Einsatz und ein Engagement, das weit über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Somit sei der Beruf der Wirte und Köche ein dienender Beruf. Wörtlich sagte er: „ Die Gäste wollen bedient werden. Das Dienen stand für St. Laurentius als Diakon an erster Stelle. Das Dienen steht heutzutage nicht hoch im Kurs. Heute heißen die Schlagwörter Emanzipation, Selbstverwirklichung, sich behaupten und durchsetzen. Der Mensch heute sagt Ich und nicht Du.“ Laurentius lehre uns etwas Anderes, er lehre uns das Dienen. Bei der Eucharistiefeier wurde auch aller Verstorbenen aus dem Club der Köche namentlich gedacht.

Die musikalische Umrahmung übernahm das Duo Bergkristall mit Maria Schöllhorn.